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KI gene­riert Alt-Tags auto­ma­tisch im TYPO3-Backend

Ratgeber
#Künstliche Intelligenz

Feh­len­de Alt-Tags sind eine der häu­figs­ten Lü­cken in TYPO3-Pro­jek­ten.

Grafik, die eine KI-Analyse von Daten zeigt, mit einer Person, die Informationen betrachtet und einer abstrahierten Gehirndarstellung.
Autor*innen & Projekt-Team: Andreas, Marc, Ingo
| Zuletzt aktualisiert am:
Lesezeit: 7 Minuten

Alt-Tags entstehen in keinem CMS von selbst: Jemand muss aktiv ein Textfeld befüllen, und genau dieser Schritt geht im Redaktionsalltag unter, weil er weder eine Warnung noch einen blockierten Workflow auslöst.

Die Lücke bleibt still, bis ein Barrierefreiheits-Audit oder ein SEO-Check sie sichtbar macht. Dieser Ratgeber zeigt, warum das Thema mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz jetzt Gewicht bekommt, warum manuelle Pflege an der Menge scheitert und wie ein KI-gestützter Workflow im TYPO3-Backend aussieht. Für die technische Umsetzung hat LOUIS INTERNET die Extension LOUIS Media Meta entwickelt, alle Produktdetails findet Ihr auf der Produktseite:

Details zu LOUIS Media Meta

Key Takea­ways

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:

  • Alt-Tags fehlen in vielen TYPO3-Projekten systematisch, weil ihre Pflege manuell ist und keine Warnung im Backend auslöst
  • Mit dem European Accessibility Act (EAA) und dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist digitale Barrierefreiheit seit dem 28. Juni 2025 für viele Unternehmen verbindlich, vollständige Alt-Texte gehören dazu
  • Alt-Texte helfen Suchmaschinen, Bilder einzuordnen, und machen Bildinhalte für KI-Systeme maschinenlesbar
  • Manuelle Pflege scheitert häufig an der Menge: Bei großen oder mehrsprachigen Bildbeständen bleibt die Lücke ohne Automatisierung bestehen
  • Ein KI-Vorschlag direkt im Upload-Dialog macht den Pflegeschritt zum festen Bestandteil des Redaktionsworkflows, die Freigabe bleibt beim Menschen
  • Mit LOUIS Media Meta bietet LOUIS INTERNET eine TYPO3-Extension, die diesen Workflow umsetzt

Was sind Alt-Tags und warum fehlen sie so häufig?

Alt-Tags sind Pflicht für Barrierefreiheit, SEO und KI-Sichtbarkeit. Trotzdem fehlen sie auf vielen Websites, häufig aufgrund des manuellen Pflegeaufwands im Redaktionsalltag.

Was ist ein Alt-Tag?

Ein Alt-Tag (auch: Alt-Attribut oder Alt-Text) ist eine textuelle Beschreibung eines Bildes im HTML-Code. Ursprünglich für Screen-Reader entwickelt, die sehbehinderten Nutzer:innen Bildinhalte vorlesen, erfüllt er heute mehrere Funktionen gleichzeitig. Suchmaschinen wie Google und Bing nutzen Alt-Tags, um Bilder inhaltlich einzuordnen und in der Bildsuche zu ranken. Für KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews sind Alt-Texte Teil des maschinenlesbaren Seiteninhalts: Sie helfen, Bildinhalte in den Seitenkontext einzuordnen. Darüber hinaus sind vollständige Alt-Tags eine gesetzliche Anforderung: Der European Accessibility Act verpflichtet viele Unternehmen seit dem 28. Juni 2025 zur digitalen Barrierefreiheit. Mehr dazu lest Ihr in unserem Beitrag zum Thema:

Digitale Barrierefreiheit

Warum fehlen Alt-Tags trotzdem so oft?

Das Fehlen eines Alt-Tags erzeugt keine Fehlermeldung im Backend. Es gibt keine Warnung, keinen blockierten Speichervorgang und keine Pflicht im Workflow. Der Schritt ist leicht zu überspringen, und im Tagesgeschäft passiert genau das. Die Lücke bleibt still, bis sie bei einem SEO-Audit oder einer Barrierefreiheitsprüfung auffällt. Dann steht die Redaktion vor einem Bestand aus hunderten oder tausenden Bildern ohne Beschreibung, und aus einem kleinen Versäumnis ist eine große Nacharbeit geworden.

Warum gehören fehlende Alt-Tags jetzt auf die Agenda?

Drei Gründe geben dem Thema Gewicht: Das BFSG macht vollständige Alt-Texte zur verbindlichen Anforderung, für Suchmaschinen und KI-Systeme bleiben Bilder ohne Alt-Text ungenutztes Potenzial.

BFSG: Barrierefreiheit ist Pflicht

Der European Accessibility Act und seine deutsche Umsetzung im Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) machen digitale Barrierefreiheit seit dem 28. Juni 2025 für viele Unternehmen verbindlich, insbesondere im E-Commerce und bei Dienstleistungen für Verbraucher:innen. Alt-Texte sind die Grundlage dafür, dass Screen-Reader Bildinhalte vorlesen können, und gehören damit zu den grundlegenden Anforderungen barrierefreier Websites. Vollständige Alt-Tags sind seitdem vom Qualitätsmerkmal zur Anforderung geworden. Wer heute plant, plant sie von Anfang an mit.

GEO: Bildinhalte für KI-Systeme maschinenlesbar machen

Alt-Texte machen Bildinhalte für KI-Systeme maschinenlesbar und vervollständigen den Seitenkontext, den Systeme wie ChatGPT oder Perplexity verarbeiten. Bilder ohne Alt-Text bleiben für diese Systeme unsichtbar, der Seiteninhalt wird nur unvollständig erfasst. Vollständige Alt-Tags legen damit die Grundlage dafür, dass KI-Systeme Eure Inhalte komplett verstehen. Wie Ihr Eure Inhalte insgesamt für KI-Systeme aufbereitet, lest Ihr auf unserer Seite zu Generative Engine Optimization (GEO).

SEO: die solide Basis

Suchmaschinen nutzen Alt-Texte, um Bilder inhaltlich einzuordnen und in der Bildsuche zu ranken. Beschreibende Alt-Attribute verbessern die Auffindbarkeit Eurer Bilder und stärken den inhaltlichen Kontext der Seite. Dieser Effekt ist seit Jahren dokumentiert und unstrittig.

Warum schei­tert die manu­elle Alt-Tag-Pflege an der Menge?

Bei einem Bild pro Woche ist manuelle Pflege zumutbar. Bei hunderten Artikelbildern, täglichem Newsupload oder mehreren Sprachversionen wird sie unrealistisch, und genau dort entstehen die größten Lücken.

Ein Produktkatalog mit 500 Einträgen bedeutet 500 Textfelder, die jemand beschreiben muss. Ein Newsbereich mit täglichem Bildupload produziert die Aufgabe jeden Tag neu. Und jede zusätzliche Seitensprache multipliziert den Aufwand, weil Alt-Texte je Sprachversion gepflegt werden. In dieser Rechnung verliert die manuelle Pflege verlässlich: Sie konkurriert im Redaktionsalltag mit sichtbareren Aufgaben und hat keine Deadline, bis ein Audit eine setzt. Automatisierung setzt genau an dieser Stelle an. Wenn der beschreibende Text als Vorschlag bereits vorliegt, schrumpft der Aufwand pro Bild auf eine kurze Prüfung, und der Schritt lässt sich nicht mehr überspringen.

Wie sieht der KI-Work­flow mit LOUIS Media Meta im TYPO3-Backend aus?

Die KI analysiert das Bild beim Upload und liefert den Textvorschlag direkt im gewohnten TYPO3-Workflow. Redakteur:innen prüfen, passen an und geben frei. So sieht der Ablauf in der Praxis aus.

Wie läuft der Prozess im Backend ab?

Redakteur:innen laden ein Bild im Backend hoch. Wie gewohnt, ohne Toolwechsel. Die KI analysiert den Bildinhalt und erstellt automatisch einen beschreibenden Alt-Text. Dieser erscheint direkt im Upload-Dialog als Vorschlag. Redakteur:innen können den Vorschlag übernehmen, anpassen oder durch eine eigene Formulierung ersetzen. Erst danach wird das Bild gespeichert. Der gesamte Prozess läuft im gewohnten TYPO3-Workflow. Es ist kein externes Tool, keine separate Plattform und kein zusätzlicher Arbeitsschritt notwendig. Die inhaltliche Verantwortung und die finale Freigabe bleiben vollständig bei Euren Redakteur:innen.

Welche KI-Technologie steckt dahinter?

Die Bildanalyse erfolgt über eine API-Anbindung an einen KI-Dienst mit Bilderkennungsfähigkeiten. LOUIS INTERNET integriert die Schnittstelle individuell ins TYPO3-Backend und passt sie an den jeweiligen Projektkontext an. Die KI liefert den Vorschlag. Die inhaltliche Verantwortung und die finale Freigabe bleiben vollständig beim Redakteur oder der Redakteurin. So entsteht ein Workflow, der Automatisierung und redaktionelle Qualitätssicherung sinnvoll verbindet.

Was leistet die Extension bei bestehenden Projekten?

Die Extension generiert nicht nur fehlende Alt-Tags neu. Sie kann auch bereits vorhandene Alt-Tags als Basis nutzen, ohne sie zu überschreiben. Wer in einem Projekt bereits sorgfältig gepflegte Alt-Tags hat, kann diese mit der Extension als Ausgangsbasis nutzen und daraus weitere Sprachversionen generieren. Auch ohne Mehrsprachigkeit ist das sinnvoll: Bei Projekten, in denen Alt-Tags bisher vollständig vernachlässigt wurden, baut die Extension den gesamten Bestand neu auf. Bei Projekten mit lückenhafter Pflege füllt sie gezielt die Lücken. Die Extension passt sich also dem jeweiligen Projektzustand an, ob gepflegtes Bestandsprojekt oder komplett vernachlässigte Mediathek.

Was leistet LOUIS Media Meta über Alt-Tags hinaus?

Alt-Tags sind der häufigste Anwendungsfall, aber nur ein Teil des Funktionsumfangs. Die Extension befüllt alle textbasierten Metadaten-Felder im TYPO3-Fileadmin und übersetzt sie auf Wunsch in alle Seitensprachen.

LOUIS Media Meta generiert neben Alt-Tags auch Bildtitel, Beschreibungen, Captions und Download-Bezeichnungen und übersetzt die Ergebnisse in alle konfigurierten Sprach- und Länderkombinationen. Den vollständigen Funktionsumfang, typische Anwendungsfälle, technische Voraussetzungen und das Lizenzmodell findet Ihr auf der Produktseite:

Mehr zur Extension LOUIS Media Meta erfahren

FAQ: Häufige Fragen zu auto­ma­ti­schen Alt-Tags in TYPO3

Häufige Fragen zur Implementierung, Bedienung und DSGVO-Konformität der KI-Funktion – kompakt beantwortet.