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Die Lücke bleibt still, bis ein Barrierefreiheits-Audit oder ein SEO-Check sie sichtbar macht. Dieser Ratgeber zeigt, warum das Thema mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz jetzt Gewicht bekommt, warum manuelle Pflege an der Menge scheitert und wie ein KI-gestützter Workflow im TYPO3-Backend aussieht. Für die technische Umsetzung hat LOUIS INTERNET die Extension LOUIS Media Meta entwickelt, alle Produktdetails findet Ihr auf der Produktseite:
Details zu LOUIS Media Meta
Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:
Alt-Tags sind Pflicht für Barrierefreiheit, SEO und KI-Sichtbarkeit. Trotzdem fehlen sie auf vielen Websites, häufig aufgrund des manuellen Pflegeaufwands im Redaktionsalltag.
Ein Alt-Tag (auch: Alt-Attribut oder Alt-Text) ist eine textuelle Beschreibung eines Bildes im HTML-Code. Ursprünglich für Screen-Reader entwickelt, die sehbehinderten Nutzer:innen Bildinhalte vorlesen, erfüllt er heute mehrere Funktionen gleichzeitig. Suchmaschinen wie Google und Bing nutzen Alt-Tags, um Bilder inhaltlich einzuordnen und in der Bildsuche zu ranken. Für KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews sind Alt-Texte Teil des maschinenlesbaren Seiteninhalts: Sie helfen, Bildinhalte in den Seitenkontext einzuordnen. Darüber hinaus sind vollständige Alt-Tags eine gesetzliche Anforderung: Der European Accessibility Act verpflichtet viele Unternehmen seit dem 28. Juni 2025 zur digitalen Barrierefreiheit. Mehr dazu lest Ihr in unserem Beitrag zum Thema:
Digitale Barrierefreiheit
Das Fehlen eines Alt-Tags erzeugt keine Fehlermeldung im Backend. Es gibt keine Warnung, keinen blockierten Speichervorgang und keine Pflicht im Workflow. Der Schritt ist leicht zu überspringen, und im Tagesgeschäft passiert genau das. Die Lücke bleibt still, bis sie bei einem SEO-Audit oder einer Barrierefreiheitsprüfung auffällt. Dann steht die Redaktion vor einem Bestand aus hunderten oder tausenden Bildern ohne Beschreibung, und aus einem kleinen Versäumnis ist eine große Nacharbeit geworden.
Drei Gründe geben dem Thema Gewicht: Das BFSG macht vollständige Alt-Texte zur verbindlichen Anforderung, für Suchmaschinen und KI-Systeme bleiben Bilder ohne Alt-Text ungenutztes Potenzial.
Der European Accessibility Act und seine deutsche Umsetzung im Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) machen digitale Barrierefreiheit seit dem 28. Juni 2025 für viele Unternehmen verbindlich, insbesondere im E-Commerce und bei Dienstleistungen für Verbraucher:innen. Alt-Texte sind die Grundlage dafür, dass Screen-Reader Bildinhalte vorlesen können, und gehören damit zu den grundlegenden Anforderungen barrierefreier Websites. Vollständige Alt-Tags sind seitdem vom Qualitätsmerkmal zur Anforderung geworden. Wer heute plant, plant sie von Anfang an mit.
Alt-Texte machen Bildinhalte für KI-Systeme maschinenlesbar und vervollständigen den Seitenkontext, den Systeme wie ChatGPT oder Perplexity verarbeiten. Bilder ohne Alt-Text bleiben für diese Systeme unsichtbar, der Seiteninhalt wird nur unvollständig erfasst. Vollständige Alt-Tags legen damit die Grundlage dafür, dass KI-Systeme Eure Inhalte komplett verstehen. Wie Ihr Eure Inhalte insgesamt für KI-Systeme aufbereitet, lest Ihr auf unserer Seite zu Generative Engine Optimization (GEO).
Suchmaschinen nutzen Alt-Texte, um Bilder inhaltlich einzuordnen und in der Bildsuche zu ranken. Beschreibende Alt-Attribute verbessern die Auffindbarkeit Eurer Bilder und stärken den inhaltlichen Kontext der Seite. Dieser Effekt ist seit Jahren dokumentiert und unstrittig.
Bei einem Bild pro Woche ist manuelle Pflege zumutbar. Bei hunderten Artikelbildern, täglichem Newsupload oder mehreren Sprachversionen wird sie unrealistisch, und genau dort entstehen die größten Lücken.
Ein Produktkatalog mit 500 Einträgen bedeutet 500 Textfelder, die jemand beschreiben muss. Ein Newsbereich mit täglichem Bildupload produziert die Aufgabe jeden Tag neu. Und jede zusätzliche Seitensprache multipliziert den Aufwand, weil Alt-Texte je Sprachversion gepflegt werden. In dieser Rechnung verliert die manuelle Pflege verlässlich: Sie konkurriert im Redaktionsalltag mit sichtbareren Aufgaben und hat keine Deadline, bis ein Audit eine setzt. Automatisierung setzt genau an dieser Stelle an. Wenn der beschreibende Text als Vorschlag bereits vorliegt, schrumpft der Aufwand pro Bild auf eine kurze Prüfung, und der Schritt lässt sich nicht mehr überspringen.
Die KI analysiert das Bild beim Upload und liefert den Textvorschlag direkt im gewohnten TYPO3-Workflow. Redakteur:innen prüfen, passen an und geben frei. So sieht der Ablauf in der Praxis aus.
Redakteur:innen laden ein Bild im Backend hoch. Wie gewohnt, ohne Toolwechsel. Die KI analysiert den Bildinhalt und erstellt automatisch einen beschreibenden Alt-Text. Dieser erscheint direkt im Upload-Dialog als Vorschlag. Redakteur:innen können den Vorschlag übernehmen, anpassen oder durch eine eigene Formulierung ersetzen. Erst danach wird das Bild gespeichert. Der gesamte Prozess läuft im gewohnten TYPO3-Workflow. Es ist kein externes Tool, keine separate Plattform und kein zusätzlicher Arbeitsschritt notwendig. Die inhaltliche Verantwortung und die finale Freigabe bleiben vollständig bei Euren Redakteur:innen.
Die Bildanalyse erfolgt über eine API-Anbindung an einen KI-Dienst mit Bilderkennungsfähigkeiten. LOUIS INTERNET integriert die Schnittstelle individuell ins TYPO3-Backend und passt sie an den jeweiligen Projektkontext an. Die KI liefert den Vorschlag. Die inhaltliche Verantwortung und die finale Freigabe bleiben vollständig beim Redakteur oder der Redakteurin. So entsteht ein Workflow, der Automatisierung und redaktionelle Qualitätssicherung sinnvoll verbindet.
Die Extension generiert nicht nur fehlende Alt-Tags neu. Sie kann auch bereits vorhandene Alt-Tags als Basis nutzen, ohne sie zu überschreiben. Wer in einem Projekt bereits sorgfältig gepflegte Alt-Tags hat, kann diese mit der Extension als Ausgangsbasis nutzen und daraus weitere Sprachversionen generieren. Auch ohne Mehrsprachigkeit ist das sinnvoll: Bei Projekten, in denen Alt-Tags bisher vollständig vernachlässigt wurden, baut die Extension den gesamten Bestand neu auf. Bei Projekten mit lückenhafter Pflege füllt sie gezielt die Lücken. Die Extension passt sich also dem jeweiligen Projektzustand an, ob gepflegtes Bestandsprojekt oder komplett vernachlässigte Mediathek.
Alt-Tags sind der häufigste Anwendungsfall, aber nur ein Teil des Funktionsumfangs. Die Extension befüllt alle textbasierten Metadaten-Felder im TYPO3-Fileadmin und übersetzt sie auf Wunsch in alle Seitensprachen.
LOUIS Media Meta generiert neben Alt-Tags auch Bildtitel, Beschreibungen, Captions und Download-Bezeichnungen und übersetzt die Ergebnisse in alle konfigurierten Sprach- und Länderkombinationen. Den vollständigen Funktionsumfang, typische Anwendungsfälle, technische Voraussetzungen und das Lizenzmodell findet Ihr auf der Produktseite:
Mehr zur Extension LOUIS Media Meta erfahren
Häufige Fragen zur Implementierung, Bedienung und DSGVO-Konformität der KI-Funktion – kompakt beantwortet.
Die Funktion unterstützt gängige Bildformate wie JPG, PNG und WebP. Der genaue Funktionsumfang hängt vom eingesetzten KI-Dienst und der TYPO3-Version ab und wird im Rahmen der Projektberatung geklärt.
Ein guter Alt-Text beschreibt konkret, was auf dem Bild zu sehen ist, in einem bis zwei Sätzen und idealerweise unter 125 Zeichen. Formulierungen wie "Bild von" oder "Foto zeigt" sind überflüssig, Screen-Reader kündigen Bilder ohnehin als solche an. Relevante Begriffe dürfen natürlich einfließen, eine reine Keyword-Aufzählung schadet dagegen der Verständlichkeit. Rein dekorative Bilder erhalten ein leeres Alt-Attribut, damit Screen-Reader sie überspringen.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025 und verpflichtet Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen für Verbraucher:innen anbieten, zur digitalen Barrierefreiheit. Betroffen ist insbesondere der E-Commerce. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind unter bestimmten Voraussetzungen ausgenommen. Ob und wie Eure Website betroffen ist, klärt Ihr am besten in einer individuellen Prüfung.
Nein. Der Workflow lässt sich so konfigurieren, dass die KI nur bei fehlenden Einträgen aktiv wird. Bereits gepflegte Alt-Texte bleiben erhalten. Weitere Fragen zu Konfiguration, Datenschutz und Lizenz beantwortet die FAQ auf der Produktseite.